fiktive Abrechnung Kostenvoranschlag

Die abstrakte oder fiktive Abrechnung ist insbesondere bei einem Kfz-Gutachten eine weitverbreitete Abrechnungsvariante mit der gegnerischen Versicherung. Über die Möglichkeiten der fiktiven Abrechnung nach einem Kostenvoranschlag wissen jedoch nur die wenigsten Fahrzeughalter in Deutschland Bescheid. Ganz besonders, wenn es darum geht, welche Kosten denn nun eigentlich erstattungsfähig sind.

Sie können auch Kostenvoranschläge fiktiv abrechnen

Bei einem größeren Schaden, der nicht mehr im Rahmen eines Bagatellschadens liegt, wird auf jeden Fall ein Gutachten durch den Kfz-Sachverständigen erstellt. Das kann dann entweder nach tatsächlicher erfolgter Reparatur oder fiktiv, also ohne Reparatur, mit der gegnerischen Versicherungsgesellschaft abgerechnet werden. Da der Geschädigte allerdings die Pflicht der wirtschaftlichen Schadensbegrenzung hat, werden von den Gesellschaften bei Bagatellschäden ausschließlich Kostenvoranschläge akzeptiert. Die werden in der Regel von der Autowerkstatt berechnet und erstellt. Selbstverständlich können Sie auch einen Kostenvoranschlag fiktiv mit der gegnerischen Versicherung abrechnen. Doch wie bei jeder Abrechnung als Geschädigter müssen Sie extrem aufpassen, dass Ihnen die Versicherungsgesellschaft nicht wieder Ihnen zustehende Kosten streicht.

Kostenvoranschlag ist nicht gleich Kostenvoranschlag

So gibt es tatsächlich Fälle, die sogar vor Gericht verhandelt werden mussten, weil die Versicherung dem Geschädigten die Kosten für den Kostenvoranschlag nicht erstatten wollte. Die können aber ziemlich hoch sein, weil Werkstätten hier bis zu 10 Prozent des Werts des Kostenvoranschlags berechnen. Diese Kosten müssen von der Versicherung übernommen werden, dazu gibt es, wie bereits angedeutet, auch entsprechende Gerichtsurteile. Allerdings lauern beim Kostenvoranschlag noch weitere Fallstricke.

So müssen Sie Kostenvoranschläge nach garantierten und nicht garantierten Kostenvoranschlägen unterscheiden. Die Kostenvoranschläge können auch nach verbindlich bzw. unverbindlich unterschieden werden. Der unverbindliche, also nicht garantierte Kostenanschlag ist zwar zumeist günstiger in der Ausstellung, dafür aber in den Kosten nur vage – und eben für die Werkstatt nicht bindend. Damit könnte der tatsächliche Schaden weit über der Grenze zum Bagatellschaden liegen.

Die Risiken eines Kostenvoranschlags durch die Autowerkstatt

Aber auch der verbindliche oder garantierte Kostenvoranschlag ist relativ schwammig, was die Rechtsverbindlichkeit anbelangt. So gibt es quer durch Deutschland Rechtssprechungen, die eine Ungenauigkeit zwischen 10 und 25 Prozent ermöglichen. Als groben Richtwert sollten Sie daher von 20 Prozent ausgehen. Diese Prozentzahl verkleinert sich mit geringerem Schadenumfang. Je geringer ein Schaden ist, desto exakter lassen sich die Kosten kalkulieren.

Bedenkt man nun die ungefähre Grenze zwischen herkömmlichen und Bagatellschaden, die je nach Region zwischen 500 und 800 Euro zu suchen ist, könnten Sie so schnell in den Bereich kommen, dass anstelle eines Kostenvoranschlags auch ein Kfz-Gutachten eingereicht werden kann. Liegt die ungefähre Grenze zum Bagatellschaden bei 700 Euro und Ihr Kostenvoranschlag weist 600 Euro aus, kämen Sie unter Berücksichtigung von 20 Prozent Ungenauigkeit deutlich über die 700-Euro-Grenze.

Der sichere Ausweg, damit Sie auf keinerlei Kosten sitzen bleiben: ein Kostenvoranschlag vom Kfz-Gutachter

Dazu kommt noch ein weiterer Aspekt, den ein Kostenvoranschlag überhaupt nicht abdecken kann: nämlich den Bereich, ab wann Sie Ihr Fahrzeug als Unfallwagen deklarieren müssen, wenn Sie den Wagen später verkaufen möchten. Dieser Bereich wiederum kann so eng gefasst sein, dass bereits eine Beule in einem Kotflügel ausreichend ist, dass Sie den Wagen als Unfallwagen benennen müssen. Das wiederum schlägt sich aber nachteilig auf den Verkaufspreis aus, den Sie erzielen könnten.

Dieses Dilemma, in dem Sie hier stecken, haben wir als Sachverständigenbüro ebenfalls erkannt. Daher bieten wir Ihnen die Möglichkeit, neben einem herkömmlichen Kfz-Gutachten auch Kurzgutachten bzw. Kostenvoranschläge auszustellen. Es gibt Gerichtsurteile, wonach dem Geschädigten nicht durch die gegnerische Versicherung vorgeschrieben werden darf, seinen Kostenvoranschlag durch eine Fachwerkstatt oder eben einen Gutachter ausstellen zu lassen.

Selbstverständlich können Sie unser Kurzgutachten auch fiktiv abrechnen

Damit ist für Sie der Weg frei, auch bei einem vermeintlichen Bagatellschaden unser Büro in Berlin aufsuchen zu können. Damit einhergehend haben Sie dann die Gewissheit, dass Sie auf keinen Kosten sitzen bleiben müssten. Weder auf den Kosten für den Kostenvoranschlag, noch für eine etwaige (merkantile) Wertminderung des Fahrzeugs noch für andere erstattungsfähige Positionen, die sich aus dem Unfallschaden auch bei einem vermeintlichen Bagatellschaden ergeben. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass Sie sowohl unser Kfz-Gutachten als das Kurzgutachten bzw. den Kostenvoranschlag abstrakt, also fiktiv, abrechnen können.

Gehen Sie sicher, setzen Sie sich nach einem Unfall schnellstmöglich mit unserem Büro in Verbindung

Daher empfehlen wir Ihnen, unser Gutachterbüro schnellstmöglich nach einem Verkehrsunfall zu informieren. Übrigens haben Sie auch bei einem Bagatellschaden Anspruch auf einen Rechtsanwalt für Verkehrsrecht. Zudem gibt es in Bezug zu vermeintlichen Bagatellschäden Gerichtsurteile, bei denen sich die Richter dahin gehend äußerten, dass selbst bei einem eigentlich klaren Schaden von circa 500 Euro keineswegs davon auszugehen ist, dass es sich tatsächlich „nur“ um einen Bagatellschaden handeln muss. Das ist ein weiterer Grund, weshalb wir Ihnen in und um Berlin empfehlen, sich mit unserem Sachverständigenbüro so schnell wie möglich in Verbindung zu setzen.

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